Spanische Biogasanlage erhält Unterstützung bei der Pasteurisierung | HRS Heat Exchangers

Spanische Biogasanlage erhält Unterstützung bei der Pasteurisierung

Der Kunde

Eine spanische Biogasanlage ist die erste im Land, die das Gärrest-Pasteurisierungssystem (DPS) von HRS Heat Exchangers einsetzt. Der Bau dieser bedeutenden Biogasanlage im Süden des Landes begann im Jahr 2025 unter der Leitung eines führenden EPC-Auftragnehmers. Die Anlage ist nun voll in Betrieb und wird 58 GWh Biomethan erzeugen, das direkt in das Gasnetz eingespeist wird – damit wird ausreichend Energie für 11.000 Haushalte bereitgestellt.

Die Herausforderung

Da die Anlage eine Mischung aus landwirtschaftlichen und tierischen Abfällen, darunter Molke, Oliventrester, Hühnermist und Schweinegülle, verwertet, muss der im Rahmen des anaeroben Vergärungsprozesses anfallende Gärrest pasteurisiert werden, um den europäischen Vorschriften für tierische Nebenprodukte – Verordnung (EG) Nr. 1069/2009 – pasteurisiert werden, bevor er als wertvoller landwirtschaftlicher Dünger verwendet werden kann.

Die Verwendung dieses Gärrests ist ein wesentlicher Bestandteil der Umsetzung der spanischen Ziele zur Schaffung von Projekten der Kreislaufwirtschaft, die die Nachhaltigkeit ländlicher Gebiete aktiv fördern. In diesem Fall unterstützt das Projekt nicht nur die lokalen Landwirte bei der Bewirtschaftung ihrer organischen Abfälle, sondern bietet auch eine kohlenstoffarme Alternative zu synthetischen Düngemitteln.

Die Lösung

Nach Prüfung der verschiedenen Optionen entschied sich der Kunde für ein HRS-Gärrest-Pasteurisierungssystem (DPS), das täglich 200 Tonnen Gärrest pasteurisieren kann. Das HRS-DPS wurde bereits weltweit erfolgreich in Biogasanlagen installiert, wodurch die Ausbreitung potenzieller Krankheitserreger verhindert und die lokalen gesetzlichen sowie qualitativen Anforderungen erfüllt werden.

Das serienmäßige 3-Tank-DPS-System ermöglicht eine kontinuierliche Pasteurisierung, wobei jeweils ein Tank pasteurisiert wird, während ein anderer befüllt und ein weiterer entleert wird. Der HRS-Pasteurisierer nutzt einen gewellten Doppelrohr-Wärmetauscher, um den Gärrest auf 75 °C (über der erforderlichen Pasteurisierungstemperatur) zu erhitzen. Dies ermöglicht es, Schwankungen in der Schlammkonsistenz und der Eingangstemperatur auszugleichen, wodurch sichergestellt wird, dass der Gärrest stets ordnungsgemäß pasteurisiert wird. Die Tanks können auch einzeln betrieben werden, beispielsweise um routinemäßige Wartungsarbeiten zu ermöglichen.

In dieser Situation gewinnt das HRS-DPS-System bis zu 50 % der gesamten Wärmeenergie zurück, indem die Wärme des heißen, pasteurisierten Gärrests an den einströmenden kalten Gärrest weitergeleitet wird, was zu Einsparungen von 1,75 Millionen kWh Wärmeenergie (bzw. 375 t CO₂-Emissionen pro Jahr) führt. HRS lieferte dem Kunden eine komplette schlüsselfertige Lösung, bestehend aus Wärmetauschern, Verdrängerpumpen und Vorratsbehältern sowie Mess- und Regeltechnik, Armaturen, Rohrleitungen und einem Steuerungssystem.

Antonio Guillermo Jara Ponce, Global Sales Manager für Europa bei HRS Heat Exchangers, erklärt: „Der Kunde entschied sich für das HRS-Gärrest-Pasteurisierungssystem, nachdem er die Leistung anderer installierter Anlagen in AD-Anlagen weltweit sowie die Energieeinsparungen durch die Energierückgewinnung, die das DPS im Vergleich zu anderen Pasteurisierungsoptionen bietet, geprüft hatte.“

„Im Jahr 2024 gab es in Spanien 12 Biomethananlagen, deren Zahl im Jahr 2025 auf 25 anstieg, und bis Ende 2026 werden wir über 46 in Betrieb befindliche Biomethananlagen verfügen. Die Entwicklung verläuft weiterhin mit einer jährlichen Verdopplung, wobei für das Jahr 2027 die Inbetriebnahme von bis zu 90 Projekten erwartet wird. Dies entspricht einer beträchtlichen Kapazität zur Biogas- und Abfallbehandlung, und es ist wichtig, dass die effizientesten Lösungen gewählt werden – nicht nur für den anaeroben Abbauprozess selbst, sondern auch für die Gärrestbewirtschaftung und die Pasteurisierung.“