Die Rolle der Verdampfung bei der Behandlung schwieriger Abwässer

Die Rolle der Verdampfung bei der Behandlung schwieriger Abwässer

Mai 14, 2025 | Categories: Meinungsartikel - Umwelt | by

Abwasser und Abwässer können viele verschiedene Formen annehmen, von relativ sauberem Wasser, das ohne oder mit nur geringer Behandlung in die Umwelt eingeleitet werden kann, bis hin zu extrem schwierigen Abwässern mit einem hohen Gehalt an gelösten oder suspendierten Feststoffen, Chemikalien und biologischem Material. Zu den Materialien, die besonders schwierig effektiv und effizient zu behandeln sind, gehören Deponiesickerwasser und industrielle Abwasserströme, von denen viele nicht mehr in die Umwelt oder sogar in die öffentliche Kanalisation eingeleitet werden dürfen.

Die genaue Art der Behandlung hängt von vielen Faktoren ab, wie z.B. der Art des Abwassers oder des Abwasserstroms, dem chemischen und biologischen Sauerstoffbedarf (CSB & BSB) des Materials, den Anforderungen an das Endmaterial und der Frage, ob Materialerfassung und Wiederverwendung erforderlich sind, um nur einige zu nennen. Die Verdampfung wird jedoch immer beliebter, um die flüssigen und festen Abfallströme effektiv zu trennen.

Beispiele für schwierige Abwässer

Deponiesickerwasser entsteht aus Wasser, das aus externen Quellen (Niederschlag, Oberflächen- und Grundwasser) in die Deponie gelangt ist, sowie aus der Fäulnis von Abfallstoffen in der Deponie. Die Zusammensetzung des Deponiesickerwassers hängt vom Alter der Deponie und der Art des Abfalls ab, enthält aber in der Regel sowohl gelöste als auch suspendierte Stoffe wie organische Stoffe (Alkohole, Säuren und Zucker usw.), Kationen (Sulfate, Chloride, Eisen usw.), Schwermetalle (wie Blei, Nickel, Kobalt und Quecksilber) und andere komplexe organische Moleküle wie PCB und Dioxine. Wenn große Mengen von Bauschutt oder Gips entsorgt wurden, kann auch Schwefelwasserstoff ein Problem darstellen.

Industrielle Abwasserströme können Schwermetalle, Halogenverbindungen und andere potenziell schädliche Nährstoffe oder Schwebstoffe enthalten. In den meisten Ländern und Regionen der Welt gibt es strenge Vorschriften für die Behandlung und Ableitung solcher Abfallströme, einschließlich der Forderung nach einer „Nulleinleitung“ von Abwässern.

Ein hoher Gehalt an gelösten oder suspendierten organischen Stoffen kann die Behandlung von Abwässern ebenfalls sehr schwierig machen. Einige Beispiele sind flüssige Gerbereiabfälle, Abwässer aus Fischfarmen und Abwasserströme aus Schlachthöfen oder sogar blutverarbeitenden Labors.

Aufgrund dieser unterschiedlichen Materialien und Behandlungssituationen gibt es auch eine breite Palette von Behandlungstechniken, die zur Behandlung eingesetzt werden können. Zu den Optionen für die physikalische Trennung gehören Absetzbecken, Tauchbelüftungsfilter (SAF), Belüftungsfilter für gelöste Stoffe (DAF) und induzierte Luftflotation. Andere biologische Behandlungen (aerob oder anaerob) und chemische Behandlungen (wie Entsalzung, Alkylierung und Neutralisierung) sind ebenfalls oft erforderlich. Der Einsatz von Verdampfungstechnologien zur Trennung schwieriger Abwässer in Wasser und feste Abfallströme (oder hochkonzentrierte Schlämme) wird jedoch immer häufiger.

HRS hat eine Reihe von Verdampfungssystemen zur Behandlung schwieriger Abwässer installiert. Einige davon sind echte ZLD-Systeme, während andere das Flüssigkeitsvolumen in Form von Schlämmen reduzieren, um eine effizientere Verwaltung oder weitere Behandlung zu ermöglichen.